Leben auf dem Bauernhof- Großfamilie inklusive

Interview mit unserer Praktikantin 

Liebe Charlotte, magst du dich hier bitte kurz vorstellen?

Hallo, ich heiße Charlotte, bin 18 Jahre alt und komme aus dem Ruhrgebiet. Ich habe dieses Jahr mein Abitur erhalten. Zur Zeit mache ein Praktikum auf dem Bauernhof Heidewitzka.

Charlotte mit Luzie

Du bist nun gut drei Monate auf unserem Hof.. an was wirst du dich später noch erinnern?

Da ich jetzt natürlich noch nicht weiß, woran ich mich z.B. in 10 Jahren erinnern werde, hoffe ich aber, dass ich so viel wie möglich mitnehme. Ich werde das Praktikum als schöne Zeit mit vielen Erfahrungen in Erinnerung behalten und euch alle sicher vermissen.

Wie ist das für ein paar Monate bei einer fremden Familie zu leben und zu arbeiten?

Ich war noch nie so lange weg von zu Hause und deshalb war es natürlich am Anfang alles sehr ungewohnt und neu für mich. Jedoch hab ich mich mit der Zeit mehr und mehr eingelebt und würde hier keinen mehr als “fremd” bezeichnen. Es war toll, dass am Anfang jemand da war, der mir alles gezeigt hat. Nach und nach wurde ich mit in die Abläufe des Tages eingebunden und konnte somit immer mehr dazulernen. Ich konnte immer nachfragen, wenn ich etwas nicht verstanden habe. Alle waren von Anfang an super nett zu mir und auch immer hilfsbereit, was es mir jetzt auch bald sicher schwer machen wird, so abrupt wieder zu Hause zu sein. 

Wie hast du dir das Leben auf dem Bauernhof vorgestellt und wie sieht es in der Realität aus?

Ich glaube ich habe es mir nicht so arbeitsintensiv vorgestellt, wie es dann doch in der Realität ist. Es kommt täglich viel zusammen und auch wenn es heißt “Das Leben ist kein Ponyhof”, ist die Arbeit hier nicht im Handumdrehen erledigt. Jedoch gibt es auf anderen Bauernhöfen wahrscheinlich keine so abwechslungsreiche Arbeit, weil noch andere Aktivitäten wie z.B. Kindergeburtstage, Ponyreiten, Kinder- und Familientreff und die Krabbelgruppe “Kükentreff” stattfinden. Also dreht es sich nicht den ganzen Tag lang um die Tiere.

Würdest du es nochmal machen?

Ja, ich würde es nochmal machen. Das Praktikum hat mich weiter gebracht, ich konnte sehr viel auch für mich selber lernen und es war auf keinen Fall eine Entscheidung die ich je bereut habe. Es ist eine schöne Zeit gewesen und ich werde mich immer wieder gerne daran zurück erinnern.

Was hat dir am meisten Spaß gemacht?

Am meisten hat mir der Kontakt zu den Pferden und das viele draußen sein Spaß gemacht. Auch das Basteln in der Weihnachtszeit und die Vorbereitungen für z.B. einen Kindergeburtstag, mit Urkunden schreiben oder für die Schnitzeljagd Bänder verteilen, die Schatzkarte und den Schatz zu verstecken, haben mir viel Spaß gemacht. Das Ponyreiten war immer toll, weil es einfach schön ist zu sehen, wie die Kinder so viel Spaß mit den Pferden und beim Reiten haben.

Auch die Spieleabende am Wochenende mit allen waren immer sehr sehr lustig und auf den Pizza-Freitag freut man sich natürlich auch vorher immer. Generell ist das Leben auf einem Bauernhof nie langweilig, es gibt immer was zu tun, jeden Abend fällt man müde aber voller Freude, heute wieder so viel geschafft zu haben, in sein Bett.

Und was nicht so sehr?

Ich glaube ich kann sagen, das mir so gut wie gar nichts überhaupt nicht gefallen hat. Manche Sachen bringen einem mehr Spaß als andere und ich habe hier sicher auch für mein weiteres Leben gemerkt, welche Dinge mir mehr liegen und welche nicht so sehr.

Natürlich gibt es keine Riesenvorfreude aufs tägliche ausmisten oder mal wieder aufs Laub harken, wenn man schon vorher weiß, wie viele Blätter auf dem Grünstreifen liegen, aber es gehört nunmal dazu. Ich glaube ich habe hier auch gelernt, dass die Arbeit im Nachhinein nicht weniger wird, wenn man im Vorhinein schon so viel drüber nachdenkt.

Und nachdem ich sogar einmal auf dem Brett auf dem Misthaufen samt voller Schubkarre ausgerutscht bin und volle Kanne mit meinem  ganzen Körper in die leckeren Pferdeäpfel gefallen bin, kann ich sagen, dass ich froh bin doch nicht jeden Tag den Pferdemist überall an mir dran, sondern nur in den Boxen und später in der Schubkarre sehen zu müssen.

Das passt jetzt nicht so gut zur Frage was mir keinen Spaß gemacht hat, aber es ist trotzdem wichtig mit einzubringen. Ich hatte am Anfang große Schwierigkeiten mich auf die körperliche Arbeit einzustellen, weil ich zu Hause hauptsächlich damit beschäftigt war, am Schreibtisch zu sitzen und zu lernen. Mit der Zeit hat sich mein Körper dann aber daran gewöhnt und die Dinge sind mir viel schneller und einfacher von der Hand gegangen.

Wie schaut ein normaler Tag auf dem Hof für dich aus?

Sobald es hell ist, kümmere ich mich als erstes um die Pferde. Alle 5 Pferde werden auf den Paddock gebracht, wo sie Heu fressen können. Danach miste ich die Boxen aus und bereite die Heunetze für den Abend vor und häng sie in den Boxen auf. Je nach dem, wird noch frisches Wasser gemacht. Zum Schluss wird alles gründlich gefegt. Wenn die morgendlichen Aufgaben erledigt sind, gibt es Frühstück.

Nach dem Frühstück kümmere ich mich um die Babykatze Fritz, die 3 Wochen nach meinem Praktikumsbeginn hier eingezogen ist. Ich mache das Katzenklo sauber und stell ihm frisches Futter und Wasser hin. Leider ist Fritz heute nicht mehr ganz so klein und lieb wie er am Anfang mal war.

Der Vormittag und Nachmittag ist immer unterschiedlich gestaltet. Unter der Woche findet Nachmittags Ponyreiten statt. Ich helfe beim Putzen und Führen der Ponys, wenn es sobald die Ponys fertig sind ins Gelände geht, bereite Leckerlis (z.B. Apfelstücke oder Gurkenscheiben) für die Schweine vor, damit die Kinder vor dem Reiten die Schweinchen füttern können und wenn ich mal kein Pony mit einem Kind oben drauf führe, geh ich mit den Hunden hinterher. Auch beim Reitkurs für die größeren Kinder, der einmal die Woche stattfindet, helfe ich mit.

An den anderen Aktivitäten wie z.B. Kindergeburtstage, Kinder- und Familientreff oder der Bauernhofkrabbelgruppe “Kükentreff” bringe ich mich auch mit ein, helfe bei der Vor- und Nachbereitung und natürlich beim wichtigsten, der Durchführung. An den Tagen, sowohl unter der Woche, als auch Samstags wo kein richtiges Programm stattfindet (was Samstags sehr sehr selten ist), sind andere Aufgaben wie z.B. Laub harken, die Scheune aufräumen und gründlich sauber machen oder auch Kleinigkeiten im Haushalt zu erledigen.

Wenn zwischendurch dann Vor- oder Nachmittags noch ein wenig Zeit bleibt, bastel ich oder beschrifte diverse Sachen mit “Heidewitzka”, denn Kunst macht mir auch sehr viel Spaß. Je nach dem wie schnell es dann draußen schon wieder dunkel wird, fängt die Pferdeabendroutine an.

Alle 5 Pferde werden in ihre Boxen gebracht, wo schon die Heunetze auf sie warten. Danach wird der Paddock abgeäppelt und das Heu wird dort für den nächsten Morgen vorbereitet. Auch hier wird dann alles am Schluss gründlich gefegt.

Je nach dem, wer dann Abends mit allen Aufgaben fertig ist, deckt schon mal den Abendbrotstisch und ab und zu kümmere ich mich auch mit um das Abendessen wenn z.B. der Rest der Familie auch noch gerade beschäftigt ist. Als allerletztes kümmere ich mich dann nochmal um Fritz, gib ihm Futter und auch ein paar Streicheleinheiten und somit ist ein langer Tag um.

Wer ist dir in der Zeit ans Herz gewachsen?

Jeder hier aus der Familie ist mir ans Herz gewachsen. Auch die Tiere, wie z.B. die Schweinchen oder ganz besonders auch die Pferde und natürlich Fritz.

Warum hast du eigentlich bei uns ein Praktikum gemacht?

Ich wollte eine Auszeit von der Schule haben. Viele meiner Freunde haben direkt nach dem Abi angefangen zu studieren und ich wollte einfach nicht wieder direkt an meinem Schreibtisch sitzen müssen. Da ich Tiere und besonders Pferde sehr liebe und mir auch der Umgang mit Kindern Spaß macht, habe ich mich für das Praktikum interessiert. Außerdem fand ich es gut, dass ich während des Praktikums nicht zu Hause wohne, denn somit konnte ich auch selbstständiger werden.

Nach dem Abi wissen noch gar nicht alle was sie jetzt genau machen wollen und nicht jeder hat einen genauen Plan. Und anstatt irgendwas zu studieren oder irgendwas neues anzufangen von dem ich im Vorhinein noch gar nicht genau weiß, ob es richtig zu mir passt, wollte ich dieses Praktikum als Möglichkeit nutzen um zu schauen ob mir die Richtung gefällt und mir liegt.

Auf was freust du dich nach deiner Rückkehr am meisten?

Am meisten freue ich mich auf meine Familie und meine Freunde.

Dein Fazit?

Es war eine wirklich tolle Zeit mit vielen lieben Menschen hier auf dem Hof. Auch wenn ich zwischendurch Heimweh hatte, wäre ich niemals auf die Idee gekommen eher nach Hause zu fahren. Das Praktikum hat mich viel gelehrt und ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Ich werd die Zeit und das Bauernhoflandleben hier ganz sicher vermissen.

P.S.: Meine Kommasetzung ist grauenvoll, ich hoffe es stört nicht allzusehr.

Vielen Dank, liebe Charlotte für das ausführliche Interview mit dir.

Hoffest am 14.12.2019


Wir laden euch herzlich ein unser Hoffest am 14.12.2019 zu besuchen, der Eintritt ist frei!

14.12.2019 von 12-16 Uhr

Neben unseren Tieren, den zahlreichen Spielmöglichkeiten für die Kinder wird für Leib und Wohl gesorgt und zusätzlich lädt ein kleiner Kunsthandwerkermarkt zum Weihnachtsgeschenke stöbern und kaufen ein. Die Kinder dürfen sich noch alle über eine Runde Ponyreiten freuen.Außerdem habe ich gehört, soll auch der Weihnachtsmann vorbeikommen. Fürs Ponyreiten bitte Fahrradhelme mitbringen!

Wir freuen uns auf euch!



Herzlich Willkommen auf Heidewitzka

Derzeit stehen viele neue Projekte rund um Hof und Tiere an, deshalb steht der Aufbau dieser Seite etwas hinten an. Nähere Informationen bekommt Ihr aber über die Menüleiste oder hier , wir versuchen es so aktuell wie möglich zu halten. Folgt uns auch gerne auf Instagram, ihr findet uns dort unter _heidewitzka_ . Hier findet ihr viele Eindrücke vom Hof und den Tieren in den Stories oder Highlights, wir freuen uns auf euch!

Wir laden euch herzlich ein unser Hoffest am 14.12.2019 zu besuchen, der Eintritt ist frei!

14.12.2019 von 12-16 Uhr

Neben unseren Tieren, den zahlreichen Spielmöglichkeiten für die Kinder wird für Leib und Wohl gesorgt und zusätzlich lädt ein kleiner Kunsthandwerkermarkt zum Weihnachtsgeschenke stöbern und kaufen ein. Die Kinder dürfen sich noch alle über eine Runde Ponyreiten freuen.

Außerdem habe ich gehört, soll auch der Weihnachtsmann vorbeikommen. Fürs Ponyreiten bitte Fahrradhelme mitbringen!

Wir freuen uns auf euch!